Guten Morgen!

Guten Morgen! – ein Gedicht von Adolf Holst. Heraus aus den Betten! Heraus, heraus! Die liebe Frau Sonne, die lacht euch ja aus! Die geht schon spazieren durch Felder und Flur und denkt sich: “Wo bleiben die Kinder heut´ nur?” Und der Hahn auf dem Hof und die Spatzen vorm Haus, die lachen die kleinen Langschläferchen aus. Drum schnell in die Strümpfchen, in Hosen und Kleid – “Guten Morgen, Frau Sonne! Jetzt sind wir soweit!” Werbung:

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Die Uhr schlägt

Die Uhr schlägt – Autor unbekannt (Volksgut) Der Mond, der scheint, das Kindlein weint; die Glock` schlägt zwölf; daß Gott doch allen Kranken helf! Gott alles weiß. Das Mäuslein beißt! die Glock` schlägt ein; der Traum spielt auf dem Kissen dein. Die Sternlein schön am Himmel gehn. Die Glock` schlägt zwei; sie gehn hinter nach der Reih. Der Wind, der weht, der Hhn, der kräht, Die Glock` schlägt drei; der Fuhrmann hebt sich von der Streu. Der Gaul, der scharrt, die Stalltür knarrt, die Glock` schlägt vier; der Kutscher siebt…

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Des Storches Wiederkehr

Des Storches Wiederkehr – ein Gedicht von Rudolf Löwenstein Der Paul ruft den Peter, der Peter den Hans, der Hans ruft die Grete, die Grete den Franz, der Franz holt die Liese, die Liese den Fritz, die gkommen gelaufen so schnell wie der Blitz. “Was gibt es? Was ruft ihr? Was ist denn geschehn?” “Wir haben Herrn Storch und Frau Störchin gesehn.” “Ist´s möglich? Wo sind sie? Wir sehn sie ja nicht! Ihr habt uns belogen!” Der Paul aber spricht: “Nein, wirklich, ich sah ihn ganz genau, den Storch mit…

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Wiegenlied

Wiegenlied – ein Gedicht von Ernst Moritz Arndt Schlafe, Kindlein, hold und weiß, das noch nichts von Sorgen weiß, schlaf in stiller, süßer Ruh, tu die kleinen Äuglein zu, tu die kleinen Äuglein zu! Draußen stehn die Lilien weiß, haben allerschönsten Preis, droben in der lichten Höh´ stehn die Englein, weiß wie Schnee, stehn die Englein, weiß wie Schnee! Kommt, ihr Englein, weiß und fein, wiegt mir schön mein Kindelein, wiegt sein Herzchen fromm und gut, wie der Wind der Lilie tut, wie der Wind der Lilie tut! Schlafe, Kindlein,…

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Der erste Zahn

Der erste Zahn – ein Gedicht von Matthis Claudius Viktoria! Viktoria! Der kleine weiße Zahn ist da! Du, Mutter, komm, und groß und klein im Hause, kommt und guckt hinein, und seht den hellen, weißen Schein! Der Zahn soll Alexander heißen. Du liebes Kind, Gott halt ihn dir gesund und geb dir Zähne mehr in deinen kleinen Mund und immer was dafür zu beißen! Das Gedicht “Der erste Zahn” aus dem Buch: Vor den Toren, Lesebuch für Rheinland-Pfalz, August Bagel Verlag Düsseldorf, 1952 Werbung:

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