Schnauz und Miez

Schnauz und Miez – ein Gedicht von Christian Morgenstern. Ri ra rumpelstiez – wo ist der Schnauz? Wo ist die Miez? Der Schnauz – der liegt am Ofen und leckt sich seine Pfoten. Die Miez – die sitzt am Fenster und wäscht sich ihren Spenzer. Rumpeldiepumpel schnaufeschnauf – da kommt die Frau die Treppe rauf. Was bringt die Frau dem Kätzchen? Einen Knäul, einen Knäul, mein Schätzchen, einen Knäul aus grauem Wollenflaus, der aussieht wie eine kleine Maus. Was bringt die Frau dem Hündchen? Ein Halsband, mein Kindchen, ein Halsband…

Weiterlesen...

Die bösen Beinchen

Die bösen Beinchen – ein Gedicht von Paula Dehmel Guten Morgen, ihr Beinchen! Wei heißt ihr denn? – Ich heiße Hampel, ich heiße Strampel, und das ist das Füßchen Übermut, und das ist das Füßchen Tunichtgut. Übermut und Tunichtgut gehen auf die Reise, platsch durch alle Sümpfe – naß sind Schuh und Strümpfe. Guckt die Rute um die Eck, laufen sie alle beide weg! (Quelle: Gedichte für Kinder, Hirschgraben-Verlag, Frankfurt, 1965) Werbung:

Weiterlesen...

Frühstück

Frühstück – Gedicht von Gustav Falke Alle unsre Tauben sind schon lange wach sitzen auf den Lauben, sitzen auf dem Dach, sitzen auf dem Regenfaß; Wer gibt denn uns Tauben was? Alle unsre Hennen sind schon aus dem Stall, gackeln schon und rennen, scharren überall. Und der Hahn kräht: “Futter her! Immer mehr, nur immer mehr!” Alle unsre Kleinen machen ein Geschrei, strampeln mit den Beinen, wollen ihren Brei. Lirum, larum, Löffelstiel, wer krakeelt, der kriegt nicht viel. Tauben, Hühner, kleine Kind´ jeden Morgen hungrig sind. Werbung:

Weiterlesen...

Bei Goldhähnchens

Bei Goldhähnchens – ein Gedicht von Heinrich Seidel Bei Goldhähnchens war ich jüngst zu Gast! Sie wohnen im grünen Fichtenpalast in einem Nestchen klein, sehr niedlich und sehr fein. Was hat es gegeben? Schmetterlingsei, Mückensalat und Gnitzenbrei und Käferbraten famos – zwei Millimeter groß. Dann sang uns Vater Goldhähnchen was, so zierlich klang´s wie gesponnenes Glas. Dann wurden die Kinder besehn: sehr niedlich alle zehn. Dann sagt´ ich “Adieu!” und “Danke sehr!” Sie sprachen: “Bitte, wir haben die Ehr, und hat uns mächtig gefreut!” Es sind doch reizende Leut! entnommen:…

Weiterlesen...

Eichhörnchen

Eichhörnchen – Gedicht von Hoffmann von Fallersleben Heißa, wer tanzt mit mir? Lustig und munter kopfüber, kopfunter mit Manier, immerfort von Ort zu Ort, jetzo hier, jetzo dort! Hopp! Ohne Ruh, ohne Rast, vom Zweig auf den Ast, vom Ast auf den Wipfel hoch in die Luft, im Blättersäusel und Blütenduft! Immerzu ohne Rast, ohne Ruh! Heut ist Krimes und heut ist Ball! Spielet Drossel, Nachtigall, Stieglitz, Amsel, Fink und Specht! Pfeift und geigt und macht es recht! Ich bin ein Mann, der tanzen kann. Hänschen Eichhorn heiß ich, was…

Weiterlesen...