Frühlingslied

Frühlingslied – Gedicht von Ludwig Hölty. Die Luft ist blau, das Tal ist grün, die kleinen Maienglocken blühn und Schlüsselblumen drunter; der Wiesengrund ist schon so bunt und malt sich täglich bunter. Drum komme, wem der Mai gefällt, und freue sich der schönen Welt und Gottes Vatergüte, die diese Pracht hervorgebracht, den Baum und seine Blüte. entnommen: Vor den Toren, Lesebuch für Rheinland-Pfalz, August Bagel Verlag Düsseldorf, 1952 Werbung:

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Blumenleid

Blumenleid – eine Erzählung von Arno Fuchs. Ein schöner Sommersonntag ging zu Ende. Die Spaziergänger wanderten schon müde die Straße entlang, um den Bahnhof zu erreichen und dann mit dem Zuge nach der Stadt zurückzufahren. Über dem Wald, der heute von vielen tausend Großstädtern besucht worden war, ging der Mond auf. Geräuschlos strich der Rabe über die Wipfel der Kiefern, und tief im Forst sang noch eine Drossel. Dann ward es still. Kein Mensch war mehr im Walde. Und wie sich nun der Nachttau auf die Erde niedersenkte, und wie…

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Es geht eine dunkle Wolk herein

Es geht eine dunkle Wolk herein (Autor: unbekannt) Es geht eine dunkle Wolk herein, Mich deucht, es werd ein Regen sein, Ein Regen aus den Wolken, Wohl in das grüne Gras. Und kommst du, liebe Sonne, nicht bald, So weset alls im grünen Wald, Und all die müden Blumen, Die haben müden Tod. Es geht eine dunkle Wolk herein, Es soll und muß geschieden sein, Ade, Feinslieb, dein Scheiden Macht mir das Herze schwer. Quelle: Deutsche Dichtung der Neuzeit, Verlag G. Braun, Karlsruhe, ohne Jahr. Werbung:

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