Der Bauer und sein Sohn

Der Bauer und sein Sohn, ein Märchen von Eduard Mörike. Morgens beim Aufstehn sagt einmal der Peter ganz erschrocken zu seinem Weib: “Ei, schau doch, Ev´, was hab ich da für blaue Flecken! Am ganzen Leib schwarzblau! – und denkt mir doch nicht, daß ich Händel hätte!” – “Mann!” sagte die Frau, “du hast gewiß wieder den Hansel, die arme Mähr´, halb lahm geschlagen? Vom Ehne hab ich das wohl öfter denn hundertmal gehört: wenn einer sein Vieh malträtiert, sei´s Stier, sei´s Esel oder Pferd, da schickt es seinem Peiniger…

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Das dunkle Haus am See

Das dunkle Haus am See

Das dunkle Haus am See, Roman von Sarah Smith. Inhalt – Das dunkle Haus am See Neuengland um die Jahrhundertwende. Man erinnert sich noch schaudernd an ein nie aufgeklärtes Verbrechen: Damals wurde der reiche Fabrikant William Knight brutal ermordet, und sein achtjähriger Enkel, der Erbe seines immensen Vermögens, verschwand spurlos – wurde er entführt? Oder ebenfalls ermordet? Die Tragödie liegt jetzt zwanzig Jahre zurück, doch sie ist unvergessen. Als der junge europäische Wisenschaftler Alexander von Reisden zu einer Konferenz nach Boston reist und man eine auffallende Familienähnlichkeit mit den Knights…

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Ein Mädchen erwacht zur Frau

Ein Mädchen erwacht zur Frau

Ein Mädchen erwacht zur Frau – Roman von Guy de Maupassant Inhalt – Ein Mädchen erwacht zur Frau Guy de Maupassant nannte diesen Roman “Une Vie” (Ein Leben); hinter der klassischen Einfachheit des französischen Originaltitels verbirgt sich das Bild eines Frauenschicksals, das zeitlos ist, gerahmt von der Schilderung einer entschwundenen Epoche. Unter dem halben Dutzend Romane, die Maupassant neben seinen berühmten Novellen schrieb, erlangten vor allem zwei Bedeutung: “Bel Ami” und “Une Vie”; während der erstere durch viele Buchauflagen und Filme weite Verbreitung fand, ist der letztere mit dem deutschen…

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Aprilgewitter

Aprilgewitter

Aprilgewitter – ein historischer Roman von iny Lorentz Inhalt – Aprilgewitter Der Traum von der großen Stadt. Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und voller Hoffnung brechen Lore und Fridolin nach Berlin auf. Hier erfüllt sich Lore ihren großen Traum, mit ihrer Freundin einen Modesalon zu eröffnen. Doch bald muss sie erkennen, dass sie von den Damen der Gesellschaft geschnitten, ja dass ganz offentischtlich gegen sie intrigiert wird. Zu allem Überfluss beginnt es auch noch in ihrer scheinbar so glücklichen Ehe zu kriseln, denn Fridolin hat eine alte Bekannte wieder getroffen…

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Im Hinterwald – Kapitel 6: Aufruhr und Frieden in Hinterwald

Aufruhr und Frieden in Hinterwald

Aufruhr und Frieden in Hinterwald – eine Erzählung von Johanna Spyri aus dem Buch “Im Hinterwald” Kapitel 6: Aufruhr und Frieden in Hinterwald Der Chel wohnte nun bei Franziska. Aber sie wollte nicht, dass er weiterhin auf der Bank im Wohnzimmer schlief. Er sollte ein eigenes Stübchen haben. Sie hatte auch schon einen Plan geschmiedet. Am nächsten Tag ging sie zum Gemeindevorsteher. „Wie geht es dem Blaumeisli?“ wollte Franziska wissen. „Die springt sein ein paar Tagen wieder auf der Alm herum, höher als die anderen“, gab der Mann Bescheid. „Aber…

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Im Hinterwald – Kapitel 5: Die Entdeckung

Die Entdeckung

Im Hinterwald – Kapitel 5: Die Entdeckung In Hinterwald nahm die Bewunderung für die Lehrerin immer mehr zu. Die Mütter und Großmütter hatten ihre Freude an den Näharbeiten, die ihre Kinder mit nach Hause brachten. Jetzt stimmten auch die Männer mit ein, wenn die Frauen sagten, es sei ein Glück, eine solche Lehrerin zu haben. Weil Franziska so geschickt war und Erfahrung in vielen Dingen hatte, von denen die Frauen selbt nichts verstanden, kamen sie stets, wenn sie einen Rat brauchten. Selbst wenn jemand im Dorf krank wurde, wandte man…

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Im Hinterwald – Kapitel 4: Noch kein Licht

Noch kein Licht

Im Hinterwald – Kapitel 4: Noch kein Licht Als Franziska am frühen Morgen in ihr Zimmer trat, in dem Chel geschlafen hatte, stand er vor einem Bild, das sie selbst gemalt hatte. Er war so vertieft, dass er sie zuerst gar nicht wahrnahm. Dann fuhr er zusammen, als hätte er etwas Unerlaubtes getan. „Du darfst das Bild schon ansehen“, sagte Franziska freundlich. „Gefällt es dir?“ „Ja, es hat so schöne Farben, wie ich noch keine gesehen habe“, erwiderte Chel. Nachdem sie zusammen gefrühstückt hatten legte Franziska dem Buben ein Buch…

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Das schöne Leben des Edelmannes Robert Pyle

Das schöne Leben des Edelmannes Robert Pyle

Das schöne Leben des Edelmannes Robert Pyle und die Kriege der Anderen, von Allessandro Barbero. Inhalt – Das schöne Leben des Edelmannes Robert Pyle Wir befinden uns in “jener unvorstellbaren Zeit, in der Washington ein sumpfiges Dorf ohne eine einzige Kirche war und man in Berlin, oder auch in New York leben konnte, ohne die Arbeiter auch nur wahrzunehmen”: Deutschland zerfällt in kleinste Provinzen, Preußen überwirft sich mit allen, Napoleon ist an der Macht und scheint nicht nur mit der Eroberung Englands zu drohen, sondern sogar damit, sich Amerika einzuverleiben.…

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Mißverstand

Mißverstand

Mißverstand – eine Erzählung von Johann Peter Hebel. Im neunziger Krieg, als der Rhein auf jener Seite von französischen Schildwachen, auf dieser Seite von schwäbischen Kreissoldaten besetzt war, rief ein Franzose zum Zeitvertreib zu der deutshen Schildwache herüber: “Filu! Filu!” Das heißt auf gut deutsch: Spitzbube. Allein der ehrliche Schwabe dachte an nichts so Arges, sondern meinte, der Franzose fragte: Wieviel Uhr? und gab gutmütig zur Antwort: “Halber vieri.” (vwh) Mißverstand – Quelle: Schatzkästlein – fünfzig Erzählungen von Johann Peter Hebel, herausgegeben von J. von Harten und K. Henniger, erschienen…

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Eine sonderbare Wirtszeche

Eine sonderbare Wirtszeche

Eine sonderbare Wirtszeche, Erzählung von Johann Peter Hebel Manchmal gelingt ein mutwilliger Einfall, manchmal kostet´s den Rock, oft sogar die Haut dazu. Diesmal aber nur den Rock. Denn obgleich einmal drei lustige Studenten auf einer Reise keinen roten Heller mehr in der Tasche hatten – alles war verjubelt -, so gingen sie doch noch einmal in ein Wirtshaus und dachten, sie wollten sich schon wieder hinaushelfen und doch nicht wie Schelmen davonschleichen, und es war ihnen gar recht, daß die junge und artige Wirtin ganz allein in der Stube war.…

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