Sonntag

Sonntag – ein Gedicht von Rudolf Löwenstein Es tönet über das weite Feld ein liebliches Frühgeläute. Wie ist so ruhig heut die Welt, so sonnig und wonnig heute! Die Herten neben der Herde ruh´n, die Herden ruh´n auf der Weide; die Bauern ziehen zur Kirche nun im stattlichen Sonntagskleide. Es schimmert Tau im grünen Plan wie Perlen auf schimmernder Seide, als htte die Flur auch angetan sonntägliches Festgeschmeide. Es ist, als sängen die Vögel auch heut schöner als andere Tage, als dufteten heut mit stärkerem Hauch die Blumen im Feld…

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