Eichhörnchen – Gedicht von Hoffmann von Fallersleben
Heißa, wer tanzt mit mir?
Lustig und munter
kopfüber, kopfunter
mit Manier,
immerfort
von Ort zu Ort,
jetzo hier,
jetzo dort! Hopp!
Ohne Ruh, ohne Rast,
vom Zweig auf den Ast,
vom Ast auf den Wipfel hoch in die Luft,
im Blättersäusel und Blütenduft!
Immerzu
ohne Rast, ohne Ruh!
Heut ist Krimes und heut ist Ball!
Spielet Drossel, Nachtigall,
Stieglitz, Amsel, Fink und Specht!
Pfeift und geigt und macht es recht!
Ich bin ein Mann,
der tanzen kann.
Hänschen Eichhorn heiß ich,
was ich gelernt hab, weiß ich.
Kommt der Jäger in’n Wald hinein,
will mir kein Vogel singen;
Hänschen läßt ds Tanzen sein,
Tanzen, Hüpfen und Springen;
Hänschen schlüpft hinein zum Haus,
Hänschen schaut zum Haus heraus,
Hänschen lacht den Jäger aus.
entnommen:
Vor den Toren, Lesebuch für Rheinland-Pfalz, August Bagel Verlag Düsseldorf, 1952
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