Es fiel ein Reif

Es fiel ein Reif
(Autor: unbekannt)

Es fiel ein Reif in Frühlingsnacht
Wohl über die schönen Blaublümelein;
Sie sind verwelket, verdorret.

Ein Knabe hatt ein Mädchen lieb,
Sie liefen heimlich vom Hause fort,
Es wußts nicht Vater noch Mutter.

Sie liefen weit ins fremde Land,
Sie hatten weder Glück noch Stern,
Sie sind verdorben, gestorben.

Quelle: Deutsche Dichtung der Neuzeit, Verlag G. Braun, Karlsruhe, ohne Jahr.

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