Goldmühle – [Online – lesen]

Deutsche Dichtung der Neuzeit

Goldmühle

(Volkslied, Autor unbekannt)

Dort nieden in jenem Holze
Leit sich ein Mühlen stolz,
Sie mahlet alle Morgen
Das Silber und rote Gold.

Dort nieden in jenem Grunde
Schwemmt sich ein Hirschlein fein,
Was führt es in seim Munde?
Von Gold ein Ringelein.

Hätt ich des Goldes ein Stücke
Zu einem Ringelein,
Meinem Buhlen wollt ichs schicken
Zu einem Goldfingerlein.

Was schikt sie dir denn wieder? –
Von Perlen ein Kränzelein:
„Sieht da, du feiner Ritter,
Darbei gedenk du mein!“

(Quelle: Deutsche Dichtung der Neuzeit, G. Braun Verlag, Karlsruhe, ohne Jahr)

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