Eine Maus wäre gern über ein Wasser gewest und konnte nicht und bat einen Frosch um Rat und Hilfe. Der Frosch war ein Schalk und sprach zu Maus: „Binde deinen Fuß an meinen Fuß, so will ich schwimmen und dich hinüberziehen.“ Da sie aber aufs Wasser kamen, tauchte der Frosch hinunter und wollte die Maus ertränken. Indem aber die Maus sich wehrte und arbeitete, fleugt eine Weihe daher und erhaschte die Maus, zeucht den Frosch auch mit heraus und frißt sie beide.
Lehre: Sieh dich für, mit wem du handelst! Die Welt ist falsch und voll Untreu. Denn welcher Freund dem andern vermag, der steckt ihn in´n Sack. Doch schlägt Untreue allzeit ihren eignen Herrn, wie dem Frosch hie geschieht.
Vom Frosch und von der Maus ist eine Fabel von Martin Luther (1483 – 1546)
(Quelle: Uralte Weisheit – Fabeln aus aller Welt, Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V., Bonn, ohne Jahr)
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