Auf de schwäbsche Eisebahne
geit es viele Statione:
Stuegert, Ulm und Biberach,
Meckebeure, Durlesbach.
Auf de schwäbsche Eisebahne
wollt amol a Bäurle fahre,
geht an Schalter, lupft da Huet:
„A Billetle, send so guet!“
Eine Geiß hat er gekaufet,
und dass die ihm net entlaufet,
bindet se der guete Ma
hinde an da Wage na.
„Böckle, tua no weidle springe,
´s Fueder will i der scho bringe.“
Setzt sie zu seim Weible na
und brennt ´s stinket Pfeile a.
´s Fahre tut en mächtig freue,
doch er mueß es z´ spät bereue,
dass er hot des Ungeschick tan
ond da Bock am Waga glan.
Auf dr nächste Statione,
wo er will sei Böckle hole,
findet er bloß no Kopf ond Soil
an dem hendre Wagetoil.
Do kriegt dr Baur an große Zore,
nimmt den Kopf mitsamt de Hoore,
schmeißt en, was er schmeiße ka,
´m Konduktör an d´ Àuhra na.
„So, du kaascht de Schade zahla,
worum bischt du so schnell gfahra,
du alloi bisch Schuld dara,
dass i etz koi Geiß meh ha.“
So, jetzt wär das Liedle gsunga,
´s hätt euch wohl in d` Auhra klunga,
wers no net begreife ka,
fangs halt wieder vorna a.
Quelle: Lustiges Volk, C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh, ohne Jahr.
Entdecke mehr von Werner-Härter-Archiv
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
Users Today : 90
Users Yesterday : 117
Users This Month : 1186
Users This Year : 36387
Total Users : 64974
Views Today : 174
Views Yesterday : 166
Views This Month : 3766
Views This Year : 49953
Total views : 84657
Who's Online : 0