Mondnacht – Gedicht von Joseph von Eichendorff
Es war, als hätt´ der Himmel
die Erde still geküßt,
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müßt.
Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis die Wälder,
so sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.
(Quelle: Kompaß – ein Lesewerk, Ferdinand Schöningh, Paderborn, 1965)
Users Today : 57
Users Yesterday : 87
Users This Month : 7306
Users This Year : 10355
Total Users : 38942
Views Today : 65
Views Yesterday : 103
Views This Month : 9790
Views This Year : 13165
Total views : 47869
Who's Online : 1