Mondnacht – Gedicht von Joseph von Eichendorff
Es war, als hätt´ der Himmel
die Erde still geküßt,
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müßt.
Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis die Wälder,
so sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.
(Quelle: Kompaß – ein Lesewerk, Ferdinand Schöningh, Paderborn, 1965)
Users Today : 19
Users Yesterday : 401
Users This Month : 1645
Users This Year : 4694
Total Users : 33281
Views Today : 19
Views Yesterday : 457
Views This Month : 1872
Views This Year : 5247
Total views : 39951
Who's Online : 0