Mondnacht – Gedicht von Joseph von Eichendorff
Es war, als hätt´ der Himmel
die Erde still geküßt,
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müßt.
Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis die Wälder,
so sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.
(Quelle: Kompaß – ein Lesewerk, Ferdinand Schöningh, Paderborn, 1965)
Users Today : 3
Users Yesterday : 77
Users This Month : 1238
Users This Year : 27509
Total Users : 56096
Views Today : 3
Views Yesterday : 151
Views This Month : 1607
Views This Year : 34371
Total views : 69075
Who's Online : 1