Der Nachtwächter aus Götzenhain wollte einst in der Allerheiligennacht die zwölfte Stunde ausrufen. Am Ende des Dorfes angekommen, sah er in einem Garten ein Feuer brennen und bei demselben unkenntliche Gestalten. In der Meinung, es hätte sich eine Zigeunerbande da gelagert, schlich er dicht an die Hecken. Da sah er eine Vertiefung in der Erde, wie eine Höhle und ein Gefäß, aus welchen blaurote Flammen schlugen. Ganz im Innern stand ein goldnes Bild und ein Mann, welcher einen Speer in der Hand trug; neben ihm lag ein Hund, so groß wie ein Rind, dem eine lange blutige Zunge aus dem Halse hing. Er blieb einige Augenblicke wie angewurzelt stehen, dann aber fing er an zu laufen, was er konnte und wagte sich seitdem nie wieder an die Stelle, wo der Götze mit einem Schatz begraben liegt.
„Götzenhain“ ist eine mündlich überlieferte hessische Sage.
(Hessische Sagen, herausgegeben von J. W. Wolf, Dieterichsche Buchhandlung, Göttingen, 1853)
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