Nach der Beichte – Gedicht von Clemens Brentano (1809)
Selig, wer solch‘ Heil gefühlet,
Wer die sündenvolle Brust
In der Beichte hat erkühlet,
In der Reue frommer Lust!
O unendliches Erbarmen.
Ja, ich fühle dich mir nah,
Auch mich trugst du in den Armen,
Daß ich Gottes Antlitz sah!
Zu der Beichte geh’n die Sünder,
Schleppend eine todte Welt,
Aus der Buße wie die Kinder
Tummeln sie durch’s Blumenfeld.
Alles wird zum Paradiese,
Mensch und Thier versöhnet sind,
Und die Blumen senden Grüße
Von dem süßen Jesuskind.
O wie lacht der Garten heiter!
Funkeln nicht die Blumen schön?
Und der Himmel scheinet weiter
In der Vögel Lustgetön. –
(Quelle: Ausgewählte Schriften, Herder´sche Verlagshandlung, Freiburg im Breisgau, 1873)
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