Bei Goldhähnchens – ein Gedicht von Heinrich Seidel
Bei Goldhähnchens war ich jüngst zu Gast!
Sie wohnen im grünen Fichtenpalast
in einem Nestchen klein,
sehr niedlich und sehr fein.
Was hat es gegeben? Schmetterlingsei,
Mückensalat und Gnitzenbrei
und Käferbraten famos – zwei Millimeter groß.
Dann sang uns Vater Goldhähnchen was,
so zierlich klang´s wie gesponnenes Glas.
Dann wurden die Kinder besehn:
sehr niedlich alle zehn.
Dann sagt´ ich „Adieu!“ und „Danke sehr!“
Sie sprachen: „Bitte, wir haben die Ehr,
und hat uns mächtig gefreut!“
Es sind doch reizende Leut!
entnommen:
Vor den Toren, Lesebuch für Rheinland-Pfalz, August Bagel Verlag Düsseldorf, 1952
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