Der Fuchs und der Bock ist eine Fabel nach Äsop.
Ein Fuchs und ein Bock gingen bei großer Hitze miteinander über Feld. Sie lechzten nach einem Trunk und fanden endlich zu ihrer Freude einen Brunnen. Ohne sich lange zu bedenken, sprangen sie – der Bock voran – hinunter und stillten ihren Durst. Nun erst begann der Bock umherzuspähen, wie er wohl wieder herauskommen könnte.
Der Fuchs beruhigte ihn und sagte: „Sei guten Mutes, Freund! Noch weiß ich Rat, der uns beide retten kann. Stelle dich aufrecht auf deine Hinterbeine, stemme die Vorderbeine gegen die Mauer und richte die Hörner nach vorn. So kann ich leicht von deime Rücken auf die Hörner steigen und von da hinausspringen. Alsdann werde ich auch dich emporziehen.“ Der Bock ließ sich das alles willig gefallen. Der Fuchs hüpfte hinauf und war mit einem Satz aus dem Gefängnis. Frohlockend tanzte er nun um den Rand des Brunnens herum und spottete des armen Bockes.
„Hälst du so dein Versprechen?“ rief dieser. „Da sieh du zu!“ antwortete der schadenfrohe Fuchs. „Hättest du soviel Verstand wie Haare im Bart, so wärst du nie in dieen Brunnen gesprungen, ohne zu bedenken, wie du wieder herauskommen könntest!“
Der Fuchs und der Bock ist eine Fabel nach Äsop
(Quelle: Uralte Weisheit – Fabeln aus aller Welt, Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V., Bonn, ohne Jahr) – Bei Booklooker nach diesem Titel suchen (Werbung)
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