Es geht eine dunkle Wolk herein
(Autor: unbekannt)
Es geht eine dunkle Wolk herein,
Mich deucht, es werd ein Regen sein,
Ein Regen aus den Wolken,
Wohl in das grüne Gras.
Und kommst du, liebe Sonne, nicht bald,
So weset alls im grünen Wald,
Und all die müden Blumen,
Die haben müden Tod.
Es geht eine dunkle Wolk herein,
Es soll und muß geschieden sein,
Ade, Feinslieb, dein Scheiden
Macht mir das Herze schwer.
Quelle: Deutsche Dichtung der Neuzeit, Verlag G. Braun, Karlsruhe, ohne Jahr.
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