Innsbruck
(Autor: unbekannt)
Innsbruck, ich muß dich lassen,
Ich fahr dahin mein Straßen
In fremde Land dahin.
Mein Freud ist mir genommen,
Die ich nit weiß bekommen,
Wo ich in Elend bin.
Groß Leid muß ich jetzt tragen,
Das ich allein tu klagen
Dem liebsten Buhlen mein.
Ach Lieb, nun laß mich Armen
Im Herzen dein erwarmen,
Dass ich muß dannen sein!
Mein Trost ob allen Weiben,
Dein tu ich ewig bleiben,
Stät, treu, der Ehren frumm.
Nun muß dich Gott bewahren
In aller Tugend sparen,
Bis dass ich wiederkumm!
Quelle: Deutsche Dichtung der Neuzeit, Verlag G. Braun, Karlsruhe, ohne Jahr.
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