Muttersorgen – Gedicht von Arthur Schoke.
Mütterlein, lieb Mütterlein,
Wie mußt du doch immerfort fleißig sein!
Wenn wir noch schlafen, am frühesten Morgen,
mußt du dich schon plagen, mußt du dich schon sorgen,
daß wir auch beizeiten den Kaffee kriegen,
daß wir nicht zu lang´ in den Federn liegen,
daß wir nicht etwa die Schule verpassen,
auch Frühstücksbrot haben, nichts liegenlassen.
Dann mußt du fegen und putzen und klopfen,
mußt scheuern und flicken und bürsten und stopfen.
Die Wäsche darfst du auch nicht vergessen
und die Blumen, den Vogel, das Mittagessen.
So geht es immer, tagaus, tagein,
oft bis in die späte Nacht hinein;
so geht es weiter, jahrein, jahraus. –
Sag, Mutter, wann ruhst du dich endlich aus?
Das Gedicht Muttersorgen ist entnommen aus:
Vor den Toren, Lesebuch für Rheinland-Pfalz, August Bagel Verlag Düsseldorf, 1952
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