Wiegenlied – ein Gedicht von Ernst Moritz Arndt
Schlafe, Kindlein, hold und weiß,
das noch nichts von Sorgen weiß,
schlaf in stiller, süßer Ruh,
tu die kleinen Äuglein zu,
tu die kleinen Äuglein zu!
Draußen stehn die Lilien weiß,
haben allerschönsten Preis,
droben in der lichten Höh´
stehn die Englein, weiß wie Schnee,
stehn die Englein, weiß wie Schnee!
Kommt, ihr Englein, weiß und fein,
wiegt mir schön mein Kindelein,
wiegt sein Herzchen fromm und gut,
wie der Wind der Lilie tut,
wie der Wind der Lilie tut!
Schlafe, Kindlein, schlafe nun,
sollst in Gottes Frieden ruhn;
denn die frommen Engelein
wollen deine Wächter sein,
wollen deine Wächter sein!
entnommen:
Vor den Toren, Lesebuch für Rheinland-Pfalz, August Bagel Verlag Düsseldorf, 1952
Werbung:
Users Today : 82
Users Yesterday : 110
Users This Month : 1854
Users This Year : 33891
Total Users : 62478
Views Today : 106
Views Yesterday : 160
Views This Month : 2414
Views This Year : 43718
Total views : 78422
Who's Online : 1